----------------------------------------------------------------
Zu Hause Pflegen
Magazin, Service, Pflegen, Senioren
----------------------------------------------------------------
Wasser: Treibstoff unseres Körpers
Mit der Frage »Habe ich heute schon genug getrunken?«, beschäftigen sich ältere Menschen leider zu selten. Der Grund dafür liegt mitunter darin, dass das Durstempfinden mit zunehmendem Alter nachlässt. Auf ausreichendes Trinken wird dadurch häufig schlicht und einfach vergessen oder auch aus Angst vor nächtlichen Toilettengängen vermieden.
Gefahr Dehydration
Doch gerade bei Senioren besteht die Gefahr der Austrocknung (Dehydration) – und das nicht nur im Sommer. Wasser ist für den Organismus einfach lebensnotwendig!
Wenn der Körper zu wenig Flüssigkeit bekommt, führt das schnell zu Problemen: Das Blut dickt ein, man fühlt sich müde und antriebslos. Auch die Haut trocknet aus und wird schuppig. Weitere Folgen sind Verstopfung und Nierenprobleme. Sie kommen dadurch zustande, dass der Körper bei einem Flüssigkeitsmangel versucht, so viel Wasser wie möglich zurückzuhalten und die Ausscheidungsorgane nicht mehr richtig arbeiten können. Ein stetiger Wassermangel kann sogar zu Gedächtnisschwäche und Beeinträchtigung der Gehirnfunktion führen.
Hoher Flüssigkeitsverlust
Senioren verlieren mehr als 2 Liter Flüssigkeit täglich über Schweiß, Stuhl und Harn. Wasserverluste über den Schweiß sind im Sommer besonders hoch. Diese werden bei Tätigkeiten im Freien wie Gartenarbeit, Spazierengehen oder Fahrradfahren noch verstärkt.
Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr vermindert die Leistungsfähigkeit, Haut und Schleimhäute trocknen aus, die Wirkung von Medikamenten kann beeinflusst, Verstopfungen und Infektionen der Harnwege begünstigt werden. Außerdem wird die Regulation der Körpertemperatur beeinträchtigt.
Mehr trinken hilft
Experten empfehlen Personen über 65 Jahren daher täglich mindestens 2,5 Liter Wasser zu sich zu nehmen. Auch wenn etwa ein Drittel der benötigten Flüssigkeitsmenge aus der festen Nahrung stammt, der größte Teil, ca. 1,5 Liter, muss zusätzlich über Getränke zugeführt werden.
Um vor allem im Sommer auf der sicheren Seite zu sein, sollten besser bis zu 3 Liter pro Tag getrunken werden!
Doch nicht jede Flüssigkeit ist automatisch auch ein guter Wasserspender.
Auch über manche Nahrungsmittel kann Flüssigkeit aufgenommen werden. So enthält z.B. saftiges Obst eine gewisse Menge an Flüssigkeit. Gemüse wie Salat, Tomaten oder Paprika sind ebenfalls sehr wasserhaltig.
Gut für den Wasserhaushalt
Leitungswasser
Mineralwasser
Verdünnte Fruchtsäfte
Kräuter- und Früchtetees
Melonen
Tomaten, Salat, Gurken, Paprika
Schlecht für den Wasserhaushalt
Limonaden
Cola-Getränke
Fruchtsäfte pur
mehr als 3 Tassen schwarzer Tee
mehr als 3 Tassen Kaffee
Ans Trinken erinnern
Bereiten Sie (bzw. Ihrem zu pflegenden Angehörigen) die nötige Tagesration an Flüssigkeit vor und verteilen sie diese dann an häufig aufgesuchten Stellen in der Wohnung. Mindestens zwei Liter am Tag sind nötig. Achten Sie darüber hinaus auch darauf, dass zu den Mahlzeiten etwas getrunken wird!
Gerade für Menschen mit Gedächtnisschwächen wäre es wichtig, etwa mit Hilfe eines Weckers, an die regelmäßige Einnahme von Flüssigkeiten erinnert zu werden. Für demenzkranke Menschen, die mitunter nicht mehr wissen, was sie mit einem vollen Glas anstellen sollen, ist es wichtig in Gesellschaft zu trinken. Auch das gemeinsame Einnehmen von Mahlzeiten, das das Durstgefühl hervorrufen kann, kann zum Trinken animieren. Darüber hinaus wird Ihnen die Kontrolle über die täglich benötigte Menge durch das Erstellen eines Trinkplans erleichtert. Außerdem kann ein Trinkplan Abends bei der Kontrolle helfen, ob genug Flüssigkeit zu sich genommen wurde.
Schönen Sommer!
TRINKPLAN (Beispiel)
Nach dem Aufstehen 1 Glas Mineralwasser (0,2 Liter)
Frühstück 2 Tassen Kaffee oder schwarzen Tee (0,3 Liter)
Vormittags 2 Gläser verdünnter Apfelsaft (0,4 Liter)
Mittags 1 Glas Mineralwasser (0,2 Liter)
Nachmittags 2 Tassen Früchte- oder Kräutertee (0,3 Liter)
Abendessen 1 Glas Mineralwasser (0,2 Liter)
(Quelle: www.medizinauskunft.de)
----------------------------------------------------------------
RGCMS - © 2001-2009 by Robert Galovic - http://www.galovic.at